Zimmerreinigung auf Anfrage: Das Anwahl-Modell und warum immer mehr Hotels darüber nachdenken
Von David Rometsch, Vertriebsleiter bei XINGULAR · Lesezeit: 7 Min. · Veröffentlicht: 2026-04-09
Beim Anwahl-Modell wird die Zimmerreinigung nicht automatisch durchgeführt, sondern aktiv vom Gast gewünscht. Das kann den Hotelbetrieb deutlich effizienter machen.
Abwahl- versus Anwahl-Modell
In vielen Hotels ist die tägliche Zimmerreinigung noch immer der Standard. Bleibezimmer werden gereinigt, sofern Gäste nicht aktiv widersprechen. Dieses Prinzip nennt man Abwahl-Modell.
Beim Anwahl-Modell ist es umgekehrt: Die Zimmerreinigung wird nur durchgeführt, wenn Gäste sie aktiv wünschen. Was zunächst ungewohnt klingt, kann für viele Hotels sehr sinnvoll sein. Denn nicht jede tägliche Reinigung ist notwendig.
Was bedeutet Zimmerreinigung auf Anfrage?
Zimmerreinigung auf Anfrage bedeutet: Der Gast entscheidet bewusst, ob eine Reinigung stattfinden soll. Das Hotel bietet den Service weiterhin an – es nimmt ihn nicht weg. Der Unterschied liegt nur darin, dass Reinigung nicht automatisch ausgelöst wird. Das Anwahl-Modell macht Reinigung dadurch gezielter, planbarer und effizienter.
Warum das Modell für Hotels interessant ist
Der größte Vorteil liegt in der Reduktion unnötiger Reinigungen. Im Abwahl-Modell erreichen Green-Button-Kunden durchschnittlich rund 40 Prozent Skip-Rate. Im Anwahl-Modell können je nach Hotelbetrieb bis zu 70 Prozent Reinigungskosten eingespart werden.
Das liegt daran, dass Reinigung nicht mehr automatisch stattfindet, sondern aktiv angefordert wird. Gerade bei mehrtägigen Aufenthalten kann das enorme Wirkung entfalten.
Für welche Hotels passt das Anwahl-Modell?
Das Anwahl-Modell passt besonders gut zu Hotels, in denen Gäste hohe Autonomie schätzen oder Aufenthalte häufig mehrere Nächte dauern: Businesshotels, Apartmenthotels, Serviced Apartments, Ferienhotels, Hotels mit nachhaltiger Positionierung und Häuser mit starkem Housekeeping-Druck.
Weniger geeignet ist es, wenn Gäste einen sehr klassischen täglichen Service erwarten und das Hotel diese Erwartung bewusst erfüllen möchte.
Wichtig ist die Kommunikation
Das Anwahl-Modell funktioniert nur, wenn es klar erklärt wird. Gäste müssen verstehen: Die Reinigung bleibt verfügbar, sie kann einfach ausgewählt werden, die Entscheidung ist freiwillig, und der Prozess ist unkompliziert.
Der Green Button eignet sich dafür besonders gut, weil die Auswahl direkt im Zimmer erfolgt. Ein Knopfdruck genügt, und der Gast erhält eine sichtbare Bestätigung.
Anwahl ist kein Serviceabbau
Ein häufiger Denkfehler: Wenn Reinigung nur auf Anfrage stattfindet, sinkt der Service. Das muss nicht stimmen. Service bedeutet nicht immer, alles automatisch zu machen. Service bedeutet, Gästen das anzubieten, was sie wirklich möchten. Viele Gäste empfinden es sogar als angenehmer, wenn sie nicht gestört werden.
Fazit
Das Anwahl-Modell ist ein starker Hebel für Hotels, die ihre Zimmerreinigung bedarfsgerechter steuern möchten. Es reduziert unnötige Reinigungen, entlastet das Housekeeping und kann je nach Hotelbetrieb sehr hohe Einsparungen ermöglichen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Anwahl und Abwahl?
Beim Abwahl-Modell wird grundsätzlich gereinigt, Gäste können aber aktiv abwählen. Beim Anwahl-Modell wird nur gereinigt, wenn Gäste die Reinigung aktiv anwählen.
Wie viel Einsparung ist im Anwahl-Modell möglich?
Je nach Hotelbetrieb sind bis zu 70 Prozent Einsparung bei den Reinigungskosten möglich. Im Abwahl-Modell liegt die durchschnittliche Skip-Rate bei rund 40 Prozent.
Für welche Hotels eignet sich das Anwahl-Modell?
Besonders für Businesshotels, Apartmenthotels, Serviced Apartments, Ferienhotels und Häuser mit nachhaltiger Positionierung. Weniger geeignet, wenn Gäste klassisch täglichen Service erwarten.
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